Tragwerkskonstruktion für Lagerhalle

Steel meets concrete bei Brill Stahlbau, Lennestadt

Tragwerkskonstruktion für Lagerhalle

Stahlbau und Massivbau treffen präzise aufeinander mit Advance Stahlbaupaket und Massivbaupaket

Tragwerkskonstruktion für Lagerhalle

Tragwerkskonstruktion für Lagerhalle
Neubau einer Lagerhalle der Firma WAECO International GmbH in Emsdetten

Verwendete Software : Advance Stahlbaupaket und Massivbaupaket.
Konstruktionsbüro : Jochen Brill Stahlbau- und Industriebau GmbH & Co.KG
Kontakt : Mario Zelaso
Fon : +49/02721/1396-0

Die Lagerhalle wurde von der Planungsgruppe Mesum konzipiert. Der Bauherr, die Fa. WAECO International, als stark expandierendes Unternehmen stellte die Anforderung, dass die Halle auch in Zukunft optimal genutzt werden kann. Dieser Gedanke konsequent umgesetzt, bedeutet, so viel freie Fläche wie möglich zu realisieren. So ergab sich ein Grundriss von ca. 90 x 60 Meter mit nur zwei Stützen im Halleninneren. Damit ist eine höchstmögliche Flexibilität für den Bauherren ermöglicht worden.

Das Dachtragwerk wurde in Stahl- und die Stützen in Massivbauweise geplant. Die Spannweiten der Dachträger betragen jeweils 30 m in Längs- und Querrichtung. Für die Hauptträger entschied man sich bei der Fa. Jochen Brill Stahlbau aus Lennestadt für ein dreidimensionales Fachwerk, die Nebenträger wurden als unterspannte Konstruktion ausgeführt. Für den Anschluss der Stahlkonstruktion an die Massivbaustützen wurden spezielle Einbauteile vorgesehen.

Das Team des technischen Büros bei Jochen Brill musste sich zwei Herausforderungen bei diesem Projekt stellen. Ein absolut präzises Aufeinandertreffen der 30 Meter langen Stahlfachwerkträger auf die Massivstützen musste planerisch gewährleistet werden. Die zweite Herausforderung die anfangs bei diesem Projekt bestand, war, dass bei der Fa. Brill eine neue 3D - CAD Konstruktionssoftware eingeführt wurde. Dabei entschied man sich nach einer positiv verlaufenden Testphase für das System Advance der Firma DSC CAD/CAM-Technologien GmbH aus Karlsruhe.

Neben dem in Deutschland bekannten CAD Produkt Advance Stahlbaupaket verfügt DSC seit Beginn 2004 über eine AutoCAD-basierte Massivbaulösung für die Erstellung von Rohbau- und Bewehrungsplänen. Mit Advance Massivbaupaket und Stahlbaupaket können in einem AutoCAD Modell sowohl Stahlbetonteile als auch Stahlbauteile geplant und dreidimensional konstruiert werden. Nur durch die gemeinsame Darstellung von Stahl und Stahlbeton in einem Modell, lässt sich das Aufeinandertreffen der beiden Materialien simulieren. Das ermöglicht erstmals eine exakte konstruktive Ausarbeitung der Schnittstelle zwischen Massivbau und Stahlbau. Die aus 3D Programmen bekannten Kontrollmöglichkeiten stehen voll zur Verfügung. In den Zeichnungen werden Stahl- und Massivbauteile uneingeschränkt gemeinsam dargestellt.

Mit dieser neuen Möglichkeit war die Firma DSC für dieses Projekt der optimale Partner. Schließlich stand die Anforderung, die Dachkonstruktion aus Stahl exakt auf die Massivstützen aufzulegen, noch bevor. Eine exakte Planung der Schnittstelle Massiv-Stahl war hier unumgänglich. Nachdem die anspruchsvolle Stahlkonstruktion im technischen Büro der Fa. Brill mit Advance Stahlbaupaket modelliert wurde, bot DSC mit Advanve Massivbau die Möglichkeit, alle Massivstützen zu modellieren. Die gesamte Stahlkonstruktion und alle Massivbauteile waren in einem Modell vereint. Die Schnittstelle Stahl-Massiv konnte perfekt durchkonstruiert und kontrolliert werden. Detailzeichnungen und √úbersichten wurden immer vollständig und maßlich korrekt erzeugt.

Der Verlauf der Fertigung und die Vormontage der Fachwerkträger waren der erste Prüfstein für die neu eingeführte Software Advance Stahlbaupaket. Die Anbindung der NC-Maschinen verlief planmäßig. Die Zusammenbauzeichnungen aus Advance Stahlbaupaket wurden im Vorfeld so weit angepasst, dass keine Umstellungsschwierigkeiten aufkamen. Bei der Vormontage der Fachwerkträger gab es keine Probleme, alles passte planmäßig zusammen.

Der entscheidende Tag war der 6. Februar. Die 30 Meter langen Fachwerkträger und die ebenso langen Nebenträger wurden auf die Baustelle geliefert und sollten auf die Massivstützen gelegt werden. Um die Kosten für den Mobilkran so gering wie möglich zu halten, musste die Montage möglichst schnell vonstatten gehen.
Konstruktion und Planung waren perfekt. Die Montage verlief absolut reibungslos und wie geplant.

Dieses Ergebnis ist das Resultat einer routinierten Bauleitung der Firma Brill und auch der professionell arbeitenden Planung im technischen Büro. Die Simulation einer Tragwerkskonstruktion in Mischbauweise hat zum Erfolg des Projektes erheblich beigetragen. Ferner wurde die statische Berechnung mit einem räumlichen Stabwerksprogramm ebenfalls im Hause Brill erstellt.

Herr Zelaso, der Leiter des technischen Büros, berichtet abschließend: "Es hat uns die Sicherheit gebracht, nach der wir schon lange gesucht haben. Bei den nächsten Projekten werden wir sicherlich wieder so vorgehen."